
Oberhalb des kleinen Dorfes Raben erhebt sich auf dem "Steilen Hagen" die stolze Burg Rabenstein. Sie wurde Mitte des 12. Jahrhunderts als Straßenwarte angelegt. Durch seine Lage und starken Wehrbauten galt der Rabenstein lange Zeit als uneinnehmbar. In seinen Kellern konnten große Mengen an Vorräten gespeichert werden, nur einen Brunnen gab es auf dem Burggelände nicht. Die schwächste, dem Bergrücken zugewandte Seite deckte der wuchtige Bergfried und das Torhaus. Der Turm, aus behauenen Granitquadern erbaut, ist mit seinen ca. 30 Metern Höhe der älteste Teil der Burg.
Eine architektonische Besonderheit ist der sogenannte Rittersaal, der in den letzten Jahren restauriert wurde. Er ist allerdings kein prunkvoller Waffensaal, sondern diente wahrscheinlich eher als Stallung oder Vorratsraum. Ebenfalls sehenswert sind die kleine Burgkapelle im Bergfried und die Folterkammer im Torhaus.
Weiterhin sind die gut erhaltenen, sehr ausgedehnten Reste der Vorburg zu besichtigen, darunter eine große Vorratsscheune und ein Backhaus, in dem noch heute frisches Brot gebacken werden kann.
Seit 1956 wird die Burg als Jugendherberge genutzt. Alljährlich finden hier verschiedene Mittelalterfeste statt, so z.B. zu Ostern und Pfingsten; auch als Filmkulisse ist die Burg Rabenstein sehr begehrt.