Der Schlossturm mit seinen stattlichen 48 m Höhe ist der erste Gruß eines Kleinodes der Bau- und Gartenarchitektur für die sich Wiesenburg nähernden Gäste.
Schon vor 4000 Jahren war ein Quellgebiet im ansonsten eher trockenen Fläming die Grundlage für eine Ansiedlung. Aber erst 1161 wurde Wiesenburg als Burgwardium erstmals erwähnt. 1456 belehnte der Kurfürst von Sachsen die Herren Brandt von Lindau mit der Herrschaft Wiesenburg. Dieses Geschlecht stellte, wenn auch nicht in gerader Linie, bis 1945 die Herren auf Schloss Wiesenburg.
1547 im Schmalkaldischen Krieg wurde das Schloss niedergebrannt und nach 1550 im Renaissance-Stil wieder aufgebaut. Als der Dreißigjährige Krieg 1634 Wiesenburg erreichte, verließen die Bewohner das Schloss. Es verfiel geraume Zeit, der Wiederaufbau dauerte bis ins 18. Jahrhundert. Sein heutiges Gesicht als repräsentativer Bau mit reich geschmückter Fassade erhielt das Schloss in den Jahren 1865-1880 unter der Herrschaft Kurt von Watzdorfs.
Nach 1945 wurde das Schloss Eigentum des Landes Brandenburg. Bis 1992 war hier eine Oberschule mit Internat untergebracht, 1998 erfolgte der Verkauf an einen Privatinvestor.
Die Wohnungen und Büros im Schloss Wiesenburg bieten einen spannungsreichen und eleganten Kontrast zu den historischen Strukturen des Gebäudes. Weitere Informationen rund um das Wohnen und Arbeiten im Schloss Wiesenburg bekommen Sie hier: http://www.schloss-wiesenburg.de
Besichtigt werden kann das Eingangstor mit Heimatstube und Aufgang zum Schlossturm sowie der Innenhof mit historischem Brunnenhäuschen und schön gestaltenen Türeinfassungen. Von der Aussichtsgalerie auf dem Schlossturm hat man eine wunderschöne Aussicht auf Wiesenburg und seine Umgebung.
Als Wahrzeichen des Ortes Wiesenburg gilt das Männekentor, welches früher den herrschaftlichen Eingang zum Schlossgelände bildete. Heute verbindet es in harmonischer Weise die Gebäude der Gemeindeverwaltung, ca 30m vor dem Schlosseingang.
Der Landschaftspark Wiesenburg
Der Wiesenburger Schlosspark, zeitgleich mit dem Umbau des Schlosses im Stil eines englischen Landschaftsgarten angelegt, zählt zu den schönsten im Land Brandenburg.
Das 90 Hektar große Gelände ist für Besucher ständig zugänglich. In dieser künstlich gestalteten Landschaft wechseln sich Baumpartien mit Blumebeeten ab, ergänzt von Teichen und ausgedehnten Wiesen. Naturliebhaber können hier zahlreiche dendrologische Besonderheiten entdecken, darunter geschlossene Beständer der schnellwüchsigen Douglasie, verschiedene Tannen- und Fichtenarten, aber auch Nadelgehölze aus Japan und China.
Solange es überhaupt etwas Blühendes in der Natur gibt, blüht der Park. Am schönsten ist er, wenn die zahllosen Rhododendren im Mai im Flor stehen, welche noch aus den Anfangszeiten des Parks stammen und damit zu den ältesten in Brandenburg gehören.
Abwechslung für die Spaziergänger bieten eine Grottenanlage und bizarre Mauern aus Findlingen und Tuffstein.
Der Park wurde in den vergangenen Jahren in seiner historisch überlieferten Form rekonstruiert und lädt zu wundervollen Spaziergängen ein.
| Öffnungszeiten Touristisches Informationszentrum mit kleinem Museum und Schlossturm | ![]() |
Eintritt Turmbesteigung: | ||
| Sommermonate: | Montag bis Freitag Sonnabend, Sonntag, Feiertag |
10:00 bis 17:00 10:00 bis 18:00 |
Erwachsene: 1,00 € Kinder: 0,50 € | |
| Wintermonate: | Täglich | 10:00 bis 16:00 | ||
Im Tonnengewölbe-Keller des Rathauses (direkt vor dem Schloss) sind in einer Ausstellung Ergebnisse von Grabungsarbeiten des Goetheplatzes in Wiesenburg zu besichtigen.
Interessenten melden sich bitte im Informationszentrum.