Ziesar in der Nähe von Brandenburg war einst Residenz der Brandenburg Bischöfe. Der Ort wurde erstmals 948 als Ezeri anläßlich der Gründung des Bistums Brandenburg erwähnt. Der Name deutet auf slawischen Ursprung hin und wird daher Zi-e-sar ausgesprochen.Schon weithin sichtbar sind die beiden markanten Türme der Burg: der wuchtige, 35 Meter hohe Bergfried der Hauptburg mit seiner "Bischofsmütze" aus dem 16. Jahrhundert und der Storchenturm als Rest der ehemaligen Vorburg aus dem 15. Jahrhundert.
Rechter Hand der Toreinfahrt fällt die reich dekorierte Fassade der 1470 geweihten Burgkapelle auf. Im Inneren der Kapelle sind vollständige Wandmalereien aus der Gründungszeit zu bewundern.
Vor kurzem wurde in der Burg eine historische Fußbodenheizung entdeckt.
Der erste Minnesänger Deutschlands hat Ziesar zu seinem Wohnsitz erkoren. Ansonsten beherbergt die Burg Ziesar ein Internat, Unterrichtsräume und ein Jugendzentrum.
Bei der Burg entstand eine planmäßig angelegte Stadt mit Straßenmarkt, Kirche und einer Klosteranlage. Die neben dem um 1330 gegründeten Zisterzienserinnen-Kloster gelegene spätromanische Feldsteinkirche mit markantem rechteckigen Turm ist das zweite Wahrzeichen der Stadt.